Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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ihre Schönheit die Frauen deſſelben überſtrahlt, hatte ſie alles aufgeboten, um mit der Richtigkeit des Co⸗ ſtüms Eleganz, Geſchmack und Phantaſie zu verbinden.

Als ſie beim Beginn auftrat, erhoben ſich ſämmt⸗ liche Zuſchauer, um ſie mit lebhaften Beifallsbezeu⸗ gungen zu bewillkommnen. Richard befand ſich in einer Loge mit dem Fürſten, während Aurora's Mut⸗ ter bei derſelben in der Garderobe beſchäftigt war. Ein eigenthümlich berauſchendes Gefühl durchdrang den jungen Mann, als er das reizende Weſen von Hunderten angeſtaunt und enthuſiaſtiſch begrüßt ſah, das ihn allem bevorzugte, von dem er allein ſich ge⸗ liebt wußte, während jeder Andere die geringſte Gunſt für ein beneidenswerthes, unerreichbares Glück halten mußte. Und als er bemerkte, daß Aurora's Blicke ihn ſuchten, daß ein zufriedenes Lächeln ihren Mund um⸗ ſpielte, als ſie ihn entdeckt hatte, da entfachte ſich die Flamme der Leidenſchaft mächtiger als je in ſei⸗ ner jugendlichen Bruſt.

Richard hatte von ſeiner Mutter, die eine Polin von Geburt war, jene eigenthümliche zahrte Geſichts⸗ farbe geerbt, welche dieſe Nation beſonders kennzeich⸗ net. Haare und Augen waren glänzend ſchwarz, und letztere von einem feuchten Emaille, dabei fielen die Augenbrauen ſtark auf, wodurch der Contraſt der