Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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die Furcht vor jener geheimen Macht, die von Allen ausgeübt, über Allen, gleich dem Schwert des Da⸗ mocles hing, erhielt die Republik jene feſte Sicher⸗ heit, die ſie im achten Jahrhundert zur Beherrſcherin des Meeres und im fünfzehnten ſelbſt zu der des Feſtlandes erhob. Wie lebenskräftig und herrlich jene Zeit der Blüthe Venedigs war, beweiſen noch heute die Reſte, welche den Beſchauer mit Staunen erfül⸗ len. Aus den Tagen, wo die ſiegreichen Herren des Meeres die noch jetzt dort aufgepflanzten Siegestro⸗ phäen in ihre Stadt brachten, wo der König von Cypern um die Hand der ſchönen Catharina, der Toch⸗ ter Cornaro's, ſich bewarb und die ganze Stadt die⸗ ſes Ereigniß als ein allgemein ehrenvolles und freu⸗ diges feierte, beſitzt Venedig noch heute einen uner⸗ meßlichen Reichthum an Schätzen der Kunſt, und man kann hier in Wahrheit ſagen: könnte auch die Ge⸗ ſchichte von Venedigs Ruhme ſchweigen, die Steine,

die Palladio gefügt und Canova's Meißel belebt hat,

würden redend Zeugniß ablegen.

Richard durchſchritt die ungeheuren Räume des Pallaſtes und friſchte die hiſtoriſchen Erinnerungen, welche ſich an dieſelben anknüpften, in ſeinem Ge⸗ dächtniſſe auf..

In dem großen Dogenſaale ſah er die Bildniſſe