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fen hat. Du kennſt die unglückliche Geſchichte der Schweſter Deines Vaters, die ſeitdem ſie, einer Her⸗ zensleidenſchaft folgend, ihre Ehre opferte, trotz allen Entſchuldigungsgründen, aufhörte meine Tochter zu ſein, und deren Gedächtniß noch jetzt, wo ſie ſchon eine Reihe von Jahren nicht mehr unter den Leben⸗ den weilt, mir peinlich iſt. Dein Vater nahm damals die Partei der Verlorenen und trennte ſich von mir, um ſie in Schutz zu nehmen; ja er gelobte ihr ſo⸗ gar, als ſie auf dem Todesbette lag, die Frucht ihrer Verirrung aufzuſuchen und an Kindesſtatt anzuneh⸗ men. Aber das Schickſal iſt gerecht. Indem es in Deinem Herzen eine Neugung erweckte, die des Man⸗ nes von Neuberg gänzlich unwürdig war, zeigte es ihm die unausbleibliche Folge ſeiner wankenden An⸗ ſchauungen. Glücklicherweiſe hat mein Einfluß auf Dich Dir Characterſtärke genug gegeben, ein ſolch' un⸗ würdiges Gefühl zu unterdrücken. Möge es für die folgende Zeit Deines Lebens Dir zur Warnung die⸗ nen! Um Dich übrigens ganz von Deiner Leiden⸗ ſchaft zu heilen, will ich Dir mittheilen, auf welche Art ich zur Kenntniß derſelben gelangt bin. Du wür⸗ deſt es vielleicht kaum glauben, wenn ich Dir nicht ſelbſt die Verſicherung gäbe, daß das junge Mäd⸗ chen, dem Du ohne Zweifel Dinge in den Kopf ge⸗


