Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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bin ich auch nicht entſchieden, welches von beiden ich aufopfern werde.“

„Aber Sie waren doch ſtets ſo unzufrieden in ihrer Lage,“ meinte Thereſe ganz erſtaunt,„ich dachte immer, Sie hätten keinen höhern Wunſch, als das Geſchäft zu verlaſſen.“

Eine leichte Rö g über Simon's Geſicht. „Sie kennen das S rt, erwiederte er:„Der Menſch denkt, Gott leukt

„Aber ſagen Sie mir,“ frug jetzt Thereſe wie⸗ der,„wie kommt es, daß Sie die heutige Geſang⸗ probe verſäumen?“

„Dies geſchah abſichtlich,“ entgegnete Simon, „da ich gerade dieſe Stunde benutzen wollte, um Herrn Schaller ein wichtiges Anliegen mitzutheilen.“

„Dann will ich Sie mit ihm allein laſſen,“ meinte Thereſe.„Werden Sie unſere nächſte Soirée nicht verſäumen, lieber Goldheim. Sie wiſſen doch, wie angenehm uns Ihre Gegenwart iſt. Luiſe ſoll dann jenes Lied wiederholen.“

„Ich hoffe, daß ich zugegen ſein kann.“

Thereſe reichte Simon die Hand, nickte ihm einen freundlichen guten Morgen zu und ließ ihn mit ihrem Manne allein.

„Was ſo ein Künſtler doch bei den Frauen