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Simon eintrat, ſie begrüßte und nach ihrem Befin⸗ den fragte. 1
„Sie haben unſere letzte muſikaliſche Soirée ver⸗ ſäumt,“ ſagte Thereſe mit der freundlichſten Miene, nachdem ſie ſeinen Gruß erwiedert hatte;„und es ging Ihnen damit ein Triumph verloren. Luiſe ſang Ihr letztes Lied und erregt teinen wahren Sturm des Beifalls.“
„Wenn Fräulein Luiſe ſingt,“ entgegnete Si⸗ mon zuvorkommend,„ſo iſt jedes Lied des Erfolges ſicher.“
Thereſe lächelte und nickte dem artigen jungen Manne, deſſen Erſcheinung heute beſonders vortheil⸗ haft und einnehmend war, geſchmeichelt zu.„Luiſe war ſehr gut disponirt an jenem Abende,“ fuhr ſie dann leichthin fort.—„Nun ich höre ja, Sie werden Ihre muſikaliſchen Studien in Italien fortſetzen? Wir freuen uns recht ſehr, daß es Ihnen endlich gelungen iſt, ihren Vater dazu zu bewegen; es wäre unverantwortlich geweſen, ein ſo entſchieden ausge⸗ ſprochenes Talent nicht vollkommen auszubilden.“
„Ein ſo entſchieden ausgehildetes Geſchäft, wie das des Herrn Goldheim Vater, iſt auch nicht zu verachten,“ warf Schaller halblaut dazwiſchen. Simon wendete ſich zu ihm und ſagte:„Noch


