Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Thereſe, die ſeine Abneigung für derartige Ver⸗ gnügungen kannte, entkräftigte ſeine Einwendungen ſogleich, indem ſie ſagte:„Ohne Zweifel! Du wirſt uns doch nicht allein gehen laſſen? Warte nur, bis Du erſt Luiſen in ihrem neuen Anzuge geſehen

haſt— dann wirſt Du ihr zu Liebe gern ein wenig Langeweile ertragen. ſie ſo allerliebſt ausſieht und die Herren ſie eenweiſe umlagern, das ge⸗

fällt dem Herrn Papat denn doch auch, und wenn ſie erſt ihre Soloparthie ſingen wird!— ſieh! ſieh! wie er da ſchmunzelt.“

Schaller ging vom ſchmunzelnden Lächeln ſo⸗ eben in ein herzliches Lachen über, als die Thür ſich öffnete und das Dienſtmädchen frug, ob Herr Simon Goldheim Herrn Schaller ſprechen könne.

Simon Goldheim, den wir bereits kennen, war der Sohn eines der reichſten Banquiers der Stadt. Sein Vater beſorgte die Geldgeſchäfte für Schaller, er ſelbſt aber war durch ſeine bedeutende muſikaliſche Bildung einer der beliebteſten Abendgäſte im Schal⸗ ler'ſchen Hauſe. Obgleich er ſich faſt nie in Geſchäfts⸗ angelegenheiten dort einfand, ſo trug ein Morgen⸗ beſuch doch zu ſehr das Gepräge eines ſolchen, als daß man etwas anderes hätte vermuthen können. Frau Schaller wollte ſich deshalb eben entfernen, als