verwirrt an und wendete ſich dann dem Hauſe zu. Otto blickte den Abgehenden nach. Sie waren längſt in der Thüre des Hauſes verſchwunden und er ſah noch immer dorthin; endlich ſtrich er mit der Hand langſam über die Stirne, holte tief Athem und wen⸗ dete ſich zum Weggehen.
Halb wie ein Träumender ging er denſelben Weg zurück. An der Stelle, wo er die beiden Frauen zuerſt geſehen hatte, blieb er eine Weile ſtehen. Man hatte von dort eine prachtvolle Ausſicht nach dem gegenüberliegenden Ufer, aber Otto kehrte ihr den Rücken zu und ſein Auge hing an jener Bank, als erblicke er dort noch immer die leidende Matrone und das ſchöne, weinende Mädchen. Endlich fiel ihm ſein Begleiter Simon ein und er eilte nach dem Orte hin, wo er ihn verlaſſen hatte.
Simon hatte ſich der Länge nach auf aie Bank hingeſtreckt und erwachte erſt aus ſeinen Eräume⸗ reien, als Otto vor ihm ſtand. Statt wie ſonſt mit einem Scherze den Freund wegen ſeiner Apathie zu necken, ermahnte Otto im ruhigen Tone, daß es Zeit zur Rückfahrt ſei. Sie gingen ans Ufer, löſten den Kahn, nahmen die Ruder zur Hand und fuhren langſam ſtromaufwärts.
Es war unterdeſſen ſpät geworden und die


