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Sonne bereits hinter den Bergen hinabgeſunken. Der Mond war aufgegangen und ſein gelber Schein zitterte auf den Wellen, die wie Silber zwiſchen den dunkeln Rändern leuchteten. Ein ſanfter Windhauch bewegte leiſe die Blätter der Bäume an den Ufern und trug das flüſternde Geräuſch zu den Ohren der Heimkehrenden, deren tactmäßige Ruderſchläge weit⸗ hin durch die feierliche Stille ertönten. Keiner der beiden jungen Männer ſprach ein Wort und Otto mußte ſich ſelbſt heimlich geſtehen, daß er ſich nach dem gehabten Abentheuer keinen beſſern Begleiter wünſchen könne, als Simon, denn dieſer fand weder in ſeinem langen Ausbleiben etwas Befremdendes, noch auch bemerkte er die gänzlich veränderte Stim⸗ mung, in der Otto ſich befand. Er blieb nach wie vor verſunken in die Träumerei, die durch die ge⸗ häuften Findrücke des Abends in ihm hervorgeru⸗ fen war.—
Es war voöllig dunkel geworden, als ſie am Ziel ihrer Fahrt anlangten. Sie ſtiegen aus und ſchlugen, Arm in Arm, den Weg nach der Rhein⸗ brücke ein, wo des Abends die Bevölkerung der Stadt zu luſtwandeln pflegt. Bald begegneten ſie Bekann⸗ ten, die rechts und links grüßend an ihnen vorüber⸗ ſchritten, und nach kurzer Zeit hatte ſich bereits


