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Jüngling,„bin ich gerade jetzt zu dem Entſchluſſe gekommen, der Kunſt ungetreu zu werden.— Eine Macht, ſtärker als ſie, hat es über mich vermocht, dieſen Entſchluß zu reifen. Wohl glaubte ich ſonſt, wenn mein Herz erfüllt war von Wonne oder Leid, daß ich nur in der Kunſt Beruhigung zu finden ver⸗ möchte, aber es war ein Irrthum. Wozu iſt die Welt ſo ſchön geworden, als daß ſie der Menſch erkennen und im Erkennen genießen ſoll? Wozu füllt ſich das Herz mit Empfindungen, als daß es überſtrömen
und ſich erkennen und wiederfinden ſoll in dem einen,
höchſten Gefühle, in dem ſich die Erde verklärt und vollendet!“
„Ich errathe Dich,“ ſagte etwas überraſcht ſein Begleiter;„nur der Liebe konnte es möglich ſein, dieſe Veränderung zu bewirken.“—
„Du haſt recht errathen,“ entgegnete jener lä⸗ chelnd;„aber frage nicht weiter, denn Morgen iſt ſchon der Tag der Entſcheidung über mein Lebens⸗ glück. Ich habe mein Gefühl verborgen gehalten, ich will es auch jetzt noch thun, bis ich weiß, wie Alles endet.“
Die beiden Wanderer hatten ſich ſo in ihr Ge⸗ ſpräch vertieft, daß ſie es nicht bemerkten, wie ein anderer junger Mann ihnen entgegen kam.
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