einer kleinen Sanduhr in der Verkürzung die Anzahl Meilen anzugeben, die das Schiff in der Stunde oder Wacht gelaufen iſt, weßhalb die Meilen auch nach den Knoten benannt werden.
34) Blöcke ſind die mit Scheiben verſehenen Hölzer, durch welche die Taue wie beim gewöhnlichen Flaſchenzug laufen. Man hat ein⸗, zwei⸗, drei⸗ und vierſcheibige Blöcke. Die Oeffnung in den Blöcken, durch welche die Taue laufen, wie der Zwiſchenraum zwiſchen den Scheiben und der Seitenwand des Blocks machen ſehr häufig bei heftigem Wind, daß dieſer ordentlich hindurch pfeift und ein eigenthümliches unheimliches Geräuſch verurſacht.
35) Anluven heißt das Fahrzeug ſchärfer in den Wind hinaufhalten. Der Gegenſatz davon iſt abfallen, wo man ſich weiter vom Winde abdreht, alſo ihn voller in die Segel bekommt. Liegt man ganz platt vor dem Wind, ſo kann man natürlich weder anluven noch ab⸗ fallen, auch iſt das erſtere unmöglich, wenn man ſchon ſo dicht an den Wind hinanſegelt, als es das Schiff nur irgend erlauben will. Wollte man dann noch mehr an⸗ luven, ſo müßte man natürlich durch den Wind drehen und die Segel würden, während ſie der Wind von vorne trifft, zurückſchlagen.
36) Ueber Stag gehen; über den anderen Bug gehen, wenden, ſind gleichbedeutende Redensarten, die ausdrücken ſollen, daß das Fahrzeug, wenn es jetzt den Wind z. B. von der Backbordſeite gehabt hat, umlegt und ihn von der Stürbordſeite nimmt. Es iſt dieß be⸗ ſonders beim Kreuzen oder Laviren das Hauptmanöver. Kommt der Wind gerade von dort, wohin man ſegeln will, ſo liegt man„dicht am Winde,“ d. h. man ſegelt ſo nahe in den Wind hinein, nach rechts oder links hin, wie es das Schiff erlauben will. Dadurch aber kommt man natürlich nach einer Richtung hin aus ſeinem Cours,


