der Capitain an Land iſt. Irrig iſt übrigens die dem Namen entnommene Meinung, daß der Steuermann auch mit dem wirklichen Steuern des Schiffes direkt in Verbin⸗ dung ſtehe, oder dieſes gar allein zu thun habe. Der Steuer⸗ mann iſt, außer dem Führer oder Capitain, gerade der Einzige, der an Bord nicht ſteuert, ſondern die Matroſen ſelber müſſen dieß abwechſelnd, und auf ihren verſchiedenen Wachten thun, wobei die Officiere eben nur darauf zu ſehen haben, daß ſie den richtigen, ihnen angegebenen Cours halten.
5) Cojen ſind die Schlafſtellen an Bord eines
Schiffes; feſte Lagerſtätten von Breten, mit einem Schutz woorn, daß der darin Liegende beim Schaukeln des Schiffes nicht ſo leicht hinausfallen kann. Nur auf Kriegsſchiffen ſchlafen die Leute in Hängematten; auf Kauffahrteiſchiffen ſind ihre Cojen im ſogenannten Logis oder Voreaſtle (ſiehe Anmerkung 7) zwei und zwei übereinander, ange⸗ bracht. Auf Auswandererſchiffen hat man oft drei über⸗ inander und dieſe auch in ihrer Größe verſchieden, daß von ein bis fünf Perſonen in ſolchem Behältniß zu ſchlafen kommen.
6) Gentleman ein vollkommen unüberſetzbares Wort, wenn wir es nämlich im Deutſchen auch wieder in einer einzigen Bedeutung ausdrücken wollen. Es bedeutet einen Edelmann ſowohl, wie hauptſächlich Ehrenmann in jeder Handlung, und im ſtrengſten Sinne des Worts; wird aber leichtfertig für jeden anſtändig gekleideten Mann ge⸗ braucht. Häufig wird es auch in dem hier gegebenen Sinne angewandt, wo es eben den Gegenſatz zu der ar⸗ beitenden Klaſſe ausdrücken ſoll.
7) Logis oder Vorcaſtle iſt der Name, der an Bord von Schiffen dem vorderſten Raum gegeben wird, in dem die Matroſen ſelber ihren Aufenthalt haben. Eine Luke mit einem ſchmalen, ſchilderhausähnlichen


