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Fritz Wildau's Abenteuer zu Wasser und zu Lande / von Friedrich Gerstäcker
Entstehung
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hier jede Hilfe vergebens ſei, und Gott ſelber den Greis zur Rechenſchaft gezogen habe vor ſeinen Thron, er aber nun ganz allein ſtehe in der Welt und hinauswandern könne in die Weite, ſein tiefes bitteres Weh im Herzen. Es iſt wunderbar hienieden, wie gleich auf dieſer Erde die Sorgen, Schmerzen und Freuden für uns arme Sterbliche, jedes eigenen Kräften angemeſſen, ver⸗ theilt ſind. Das kleine Kind hat, ſeinem kleinen Herzchen nach, denſelben Kummer über ein zerbrochenes Spiel⸗ zeug, wie der Mann, dem eine Lebenshoffnung zertrümmert wurde es fühlt es in dem Augenblick wenigſtens eben ſo tief. Der Schulknabe, der ſeine Lektion nicht gelernt, ſteht oft, ſo rein und unſchuldig ſein Herz auch ſonſt ſein mag, mit derſelben Angſt, demſelben klopfenden Herzen vor ſeinem, finſter die Stirne runzelnden Lehrer, wie der erwachſene Verbrecher vor ſeinem Richter. Mit den Jahren wächst unſere Kraft, aber unſere Sorgen nehmen nicht ab, ſie wachſen mit ihnen. Aus dem zerbrochenen Spielzeug wird eine ſchlechte Cenſur in der Schule und eine Strafe des Lehrers, aus dieſer die erſte Trennung vom väterlichen Haus, und werden wir erſt älter, ach dann kommen der Sorgen mehr und mehr, und jede halten wir für die ſchwerſte, die uns Gott beſchieden, bis uns die nach⸗ kommende belehrt, daß wir uns doch geirrt. Den Wogen der See, die dem Schiffer entgegenwälzen, gleichen die Sorgen; die ihm nächſte ſieht ſtets am größten, gefährlich⸗ ſten aus weiter zurück werden ſie kleiner und kleiner, bis zuletzt in weiter Ferne das Meer ſtill und ruhi zu liegen ſcheint und doch find ſie alle gleich groß und