Fritz hatte es nämlich nicht über's Herz bringen können, den Namen von Helenens Vater, obgleich mit einem ſolchen Verdacht beladen, zu nennen. Selbſt beunruhigt darüber aber, daß jener Mann doch am Ende Böſes im Sinn gehabt haben könne und daß es kein Zufall nur ge⸗ weſen, der ihn dort ſo in anſcheinender und wirklich ver⸗ dächtiger Heimlichkeit in den Wald geführt, rieth Fritz nun ſeinem Pflegevater, lieber gleich noch einmal dorthin zurückzugehen und das Eingegrabene zu ſichern, als es länger einer ſolchen Gefahr ausgeſetzt zu laſſen, und erbot ſich ihn zu begleiten. Der alte Mann wies dies Aner⸗ bieten aber zuerſt aus zwei Gründen zurück. 3 Vor allen Dingen mißtraute er dem Knaben, daß dieſer vielleicht gar den Plan haben könne, den Schatz ſelber an ſich zu bringen, und nur jetzt auf einen flüch⸗ tigen Verdacht hin den genauen Ort zu erfahren wünſche; es iſt der Fluch aller ſchlechten Menſchen, in Jedem der ihren Weg kreuzt das Spiegelbild ihres eigenen Her⸗ zens zu ſehen, und in Angſt und Mißtrauen ihre Tage hinzuſchleppen, während der Gute vertrauend jedem Frem⸗ den ſelbſt in's Auge ſchaut und auf Blumen wandelt, indeß der andere ſich durch Dornen ſeine traurige Bahn reißt— dann war aber auch ſogar der vergrabene Schatz kaum ein ſtarker Hebel genug, die Angſt zu beſeitigen, die der thörichte alte Mann vor dem dunklen Walde hatte. Er fürchtete ſich nicht vor Geiſtern— ſo behauptete er wenigſtens, und ſpottete oft über die ſogenannte G⸗ ſpenſterfurcht— er wußte auch, das kleine Holz konnte keinem gefährlichen Menſchen zum Schlupfwinkel di
8*


