einander ſo feindlichen Männer kam ihm in dem Augenötic ſo unheimlich vor, daß er ſeine Mütze aufgriff und, ſo ſchnell ihn ſeine Füße trugen, quer durch den Wah ſeiner Wohnung zuſprang.
Nicht weit vor ſeines Pflegevaters Hauſe angekommen, zögerte er aber noch, es zu betreten, bis es vollkommen dunkel geworden war; er fühlte ſich ſo aufgeregt, daß er meinte, der alte Mann müſſe ihm gleich anſehen, es ſei etwas außerordentliches mit ihm vorgegangen. Und dann wußte er auch wirklich nicht was er thun, ob er ihm auf⸗ richtig geſtehen ſolle was er geſehen, oder ob es beſſer wäre ſich um gar nichts zu bekümmern, und dadurch jeden⸗ falls einer Unterſuchung zu entgehen, was er zu jener außergewöhnlichen Zeit, an jenem außergewöhnlichen Platze getrieben, und wie er da hingekommen. Sein gutes auf⸗ richtiges Herz ſiegte aber zuletzt über alle Bedenklichkeiten, die ihn ſelber betreffen konnten, und wie er endlich die Schwelle überſchritt, deren freudeloſes Heiligthum er ſeine Heimath nannte, war er feſt entſchloſſen dem alten Manne Alles offen und frei zu bekennen. Er hatte nichts Böſes gethan, und brauchte ſich deshalb auch nicht zu ſchämen, oder das Licht zu ſcheuen.
Und dennoch mußte er ſich zur Ausführung dieſes guten Vorſatzes zuletzt ordentlich zwingen, denn der alte Rothhayn war an dieſem Abende mürriſcher als je, wollte kaum anhören, wie ſeine Beſtellung in Hudſon abgelau — er hatte ihn ja doch auch nur dorthin geſchickt, un ihn hier aus dem Wege zu haben, während er in den Wal


