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Fritz Wildau's Abenteuer zu Wasser und zu Lande / von Friedrich Gerstäcker
Entstehung
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haben mochte, war er denn auch zurück, und als er den

etwas an ſich ſehen zu laſſen.

ſchlich ſich ganz beſtürzt nach Hauſe und hörte ſelbſt nicht, ihn der alte Rothhayn auszankte, daß er ſo lang geblie⸗ ben, und ſich, dem lieben Gott die Tage abſtehlend, in der Welt herumtreibe; er dachte nur an den Nachmittag wo er ſein kleines liebes Helenchen zum letzten Male ſehen ſollte und war froh, als ihm der alte Mann eine Botn ſchaft nach dem Städtchen Hudſon auftrug, wo er etwas 4 beſorgen ſollte, was ihn jedenfalls bis nach Feierabend entſchuldigen mußte. Beeilte er ſich, ſo konnte er gut zur rechten Zeit wieder zurück ſein, und er lief wirk⸗ lich, als ob er irgend etwas Böſes verbrochen hätte und nun ſeinem eigenen böſen Gewiſſen damit entlaufen wollte, was aber doch nicht geht, und wenn man auch im Stande wäre durch die Luft zu fliegen.

Viel früher, als es ſein Pflegevater wohl vermuthet

ſchmalen Pfad durch's Holz einſchlug, der zu Meiſter Wolf⸗ rams Hauſe führte, und endlich am Garten Helenchen traf, die ihm gar traurig die kleine Hand entgegenſtreckte undBehüt' Dich Gott, Fritz! ſagte da wurde es ihm ſo weich und weh um's Herz, daß ihm die Thränen in die Augen traten und er friſchweg hätte weinen mögen hüätte er ſich nicht eben vor Helenchen geſchämt, ſie ſo

Ich muß fort von hier, Fritz! ſagte das kleine Mädchen;ich komme zu einer Verwandten nach Rocheſter, wo ich in die Schule gehen ſoll, und wenn ich groß bin, komme ich wieder behüt' Dich Gott, Fritz, ſo lang Behüt' Dich Gott, Helenchen! ſagte.