Druckschrift 
Fritz Wildau's Abenteuer zu Wasser und zu Lande / von Friedrich Gerstäcker
Entstehung
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Hauſe des alten Mannes, ſeines Pflegevaters, hatte, ohne daß ſie eben im Stande geweſen wäre etwas für ihn zu thun, um ſeine Lage zu verbeſſern. Der alte Wolfram dage⸗ gen mochtt den Knaben nicht leiden, wenn ihm dieſer auch nie Grund dazu gegeben, ja dieſer Widerwillen wuchs mehr und mehr, als er ſah, daß ſeine Frau ihn lieb gewann, und er verbot ihm zuletzt ſogar das Haus, das dem armen Fritz in der letzten Zeit weit mehr als die eigene Heimath geworden. Zu ſeiner guten Mutter, wie er die Frau Wolfram nannte, konnte der arme Knabe nun gar nicht mehr, und mit Helenchen durfte er nur dann und wann einmal ein Viertelſtündchen plaudern, wenn er ſie, wie das wohl manchmal geſchah, zufällig auf dem Wege traf, denn wenn der Vater das nach dem Verbote noch gemerkt hätte, wäre er zuverſichtlich entſetzlich böſe dar⸗

über geworden..

So kam der Maimonat heran und mit ihm die Zeit,

in der ich nun meine Geſchichte beginnen will, als Fritz

einmal ſeiner kleinen Freundin Morgens begegnete, aber er konnte nicht mit ihr ſprechen, denn ihr Vater kam dicht hinter ihr drein durch's Holz, und Helena flüſterte ihm nur zu, er ſolle heute Nachmittag einmal an den Zaun ihres Gartens kommen, denn ſie habe ihm etwas gar Trauriges zu ſagen, und ſie ſolle fort von hier ziehen in eine große Stadt.

Fritz ſtand ganz ſtarr vor Schreck und erſt des alten Wolframs barſche Anrede, der wirklich gleich darauf um die nächſten Büſche bog und ihn hier allein und traurig

1 ege ſtehen ſah, brachte ihn wieder zu ſich ſelber. Er