Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

153

noch ein Bischen betrachten will, ſo kann ſie das am Allerbequemſten durch's Kamin thun, da ziehn ſie gerade drüber hin. Jetzt aber komm, James hilf die Sachen ein Bischen in's Haus thun wo iſt denn Cook? ach, der bringt die Hirſchkeulen und Rippen hinein. Das iſt geſcheidt von ihm, einen Truthahn hat James auch heute Morgen geſchoſſen. Du, Lively, magſt die leere Kanne nehmen ſo Kinder, nun kommt, in zehn Minuten können wir uns ganz prächtig darinnen eingerichtet haben, und dann wollen wir auch recht munter und vergnügt ſein. Es thut einer alten Frau, wie ich bin, wohl, einmal ſo liebe freundliche Geſichter um ſich zu ſehen, wie heute Abend.

Und ohne weiter eine Einrede anzunehmen oder überhaupt ab⸗ zuwarten, fing Mrs. Lively ſelbſt an die umherliegenden Sachen ins Haus zu tragen, ſo daß die jungen Leute ſchon mit angreifen mußten. Bald darauf ſaßen Alle um den großen, in die Mitte ge⸗ rückten Tiſch fröhlich verſammelt, und der alte Lively, der ſich ganz in ſeinem Element zu fühlen ſchien, erzählte eine Menge von Jagd⸗ Anekdoten und Abenteuern. Seine Frau aber fuhr indeſſen hin und her, trug Alles auf, was Küche und Rauchhaus zu liefern vermochten, und hielt nur dann und wann in ihrem geſchäftigen Eifer ein, um von Adele zu Mrs. Dayton zu gehen und ihnen mit einem herzlichen Händedruck zu wiederholen, wie ſie ſich freue, daß ſie endlich einmal ihrer Einladung gefolgt waͤren und daß ſie nun auch nicht daran denken dürften, ſie unter ſechs oder acht Tagen zu verlaſſen. Daß Adele am nächſten Tage ſchon eine Freundin am Miſſiſſippi beſuchen wolle, verwarf ſie total, und erklärte, Mr. Hawes ſei ihr ſo, ein ſehr lieber und willkommener Gaſt, wenn er ihr aber ihre liebe Adele entführen wolle, dann habe er es mit ihr zu thun, und das zwar nicht in Liebe und Güte.

James' Herz klopfte wild und ſtürmiſchdeshalb alſo war jener glattzüngige Fremde mit bierher gekommen, Miß Adele wollte er ſchon am nächſten Morgen wieder mit fortnehmen Peſt