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mein Widriges, ja Empörendes für ihn. Kaum begriff er aber den Sinn dieſer Worte, die dem einfachen Hinterwäldler anfangs faſt unverſtändlich blieben, als ihm das Blut ſchneller und beftiger in die Wangen ſchoß und damit auch ſeine, bis dahin faſt unüber⸗ windbare Scheu und Verlegenheit mehr und mehr ſchwand.
„Wenn ich einmal behauptet habe,“ ſagte er und ſeine Stimme wurde beinahe von dem in ihm auflodernden Zorn erſtickt—„ich hätte einen Panther im Zweikampf und mit dem Meſſer erlegt, ſo meine ich damit nicht, daß nur die Hunde oder Pulver und Blei dabei geholfen hätten. Ich weiß nicht, Fremder, wo Ihr ſolche Anſichten gelernt haben mögt, aber hier in den Wald paſſen ſie nicht.— Kein Mann hier, den James Lively zu ſeinen Freunden zählt, würde eine Lüge ſagen.“
„Beſter Mr. Lively“ lächelte Sander, in deſſen Plan es keines⸗ wegs lag, Streit zu beginnen,—„Sie wiſſen gewiß recht gut, daß das, was man Jägergeſchichten nennt, nicht unter die Rubrik von Lügen geſetzt werden darf. Ein Jäger hat das Privilegium, Poet zu ſein, und wie der Novelliſt nicht in ſeiner Erzäblung die trockenen Thatſachen rein und ungeſchmückt hinſtellen darf, ſo iſt es Jenem ebenfalls nicht allein erlaubt, ſondern wird ſogar theil⸗ weiſe verlangt, daß er ſeine Jagdabenteuer in einem bunten Kleide bringt und— wenn er keine zu bringen hat— aus einfachen Jagden intereſſante Jagdabenteuer macht.“
„Ich verſtehe nicht recht, was Sie mit alle dem meinen,“ ſagte James und leerte die ihm von ſeiner Mutter gereichte Taſſe auf einen Zug—„auch begreife ich nicht gut, wie man Jagdabenteuer machen kann.— So viel iſt aber gewiß, ich habe noch keinen Meſſerſtich gegen ein Thier gethan, wenn es nicht nöthig war. Was übrigens die Haut da drüben betrifft, ſo war Cook hier Zeuge der ganzen Sache, und hat geſehen, ob und wie ich ſie verdient habe.“
„Bei den Meſſerſtichen,“ unterbrach hier der alte Lively das


