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lebensfriſcher Greis, deſſen geſundheitſtrotzende Wangen und muntere
klare Augen wol ſchon mehr als ſechzig Mal den Frühling hatten
kommen und gehen ſehn, und doch noch keck und freudig in das ſchöne Leben hinausſchauten. Sein Kopf war unbedeckt und das
ſchneeige Haar hing ihm in langen, glänzenden Locken bis auf den ſonngebräunten Nacken hinunter. Sonſt trug er noch einen pfeffer⸗ und ſalzfarbenen wollenen Frack, eben ſolche Beinkleider, eine blau⸗
wollene Weſte und ein ſchneeweißes Hemd, aber— bloße Füße,
und nur dann und wann ſchienen ihn an dieſen die dort ziemlich zahlreichen Mosquitos zu beläſtigen. Mit dem rothſeidenen Taſchen⸗
tuche, das er in der Hand hielt, um ſich Wind und Kühlung damit
zuzufächeln, ſchlug er wenigſtens dann und wann einmal nach ihnen, ohne jedoch nur einen Blick hinab zu werfen.
Nur wenige Schritte von ihm entfernt ſtand ein anderer, aber bedeutend jüngerer Mann, und zwar eben eifrig beſchäftigt, einen friſch erlegten Spießer abzuſtreifen. Dieſer war mit den Hinterläu⸗ fen an einem Baume aufgehangen, und ein großer ſchwarzer Neu⸗ fundländer mit weißer Bruſt und weißen Füßen und der braunen Zeichnung amerikaniſcher Braken an den Lefzen und über den Augen, hob gar klug und aufmerkſam die treuen Augen zu ihm auf, als ob er nur Intereſſe an der Arbeit ſelbſt nähme, und nicht etwa ſeinem Herrn durch ſtörendes Betteln zur Laſt fallen wolle.
Der junge Jäger, deſſen ledernes abgeworfenes Jagdhemd neben ihm am Boden lag, war ganz nach Art der weſtlichen Jäger gekleidet; die blonden, krauſen Haare aber und das blaue Auge hätte ihn faſt als einen Ausländer erſcheinen laſſen, wäre nicht in einem kleinen Liede, das er bei der Arbeit vor ſich hin ſummte, ſein reines, nur mit dem leiſen weſtlichen Dialekt gefärbtes Engliſch Bürge ſeiner amerikaniſchen Abkunft und Erziehung geweſen. Es war William Cook, der Schwiegerſohn des alten Lively, der erſt vor wenigen Tagen vom Fourche la fave hierher zu den Aeltern ſeiner Frau gezogen war, und nun im Sinne hatte, eine eigene⸗


