geben, war Blackfoot treu und offen, wenigſtens gegen die Kame⸗ raden. Sander hatte er aber beſonders deshalb lieb gewonnen, weil die⸗ ſer eine eben ſolche Aufrichtigkeit gegen ihn heuchelte. In der That aber war er weit davon entfernt, ihn mit Sachen bekannt zu ma⸗ chen, die er nicht nothgedrungen wiſſen mußte.
Blackfoot ging in die Tracht der Hinterwäldler gekleidet. Er trug Büchſe und Bowiemeſſer, und gab ſich für einen Anſiedler aus, der ſich erſt kürzlich dicht am Ufer des Miſſiſſippi niederge⸗ laſſen hätte und nun nicht übel Luſt habe, einen Theil ſeines Ver⸗
mögens in irgend einer vortheilhaften Speculation anzulegen. Bei⸗
der Ziel war aber für jetzt Helena, wohin Sander ſeine beſonderen, allerdings geheimen Inſtructionen hatte.
„Die Peſt über ſolches Reiten,“ brach endlich dieſer das Schwei⸗ gen, das ſie bis dahin— zu ſehr mit der Unebenheit des Bodens beſchäftigt— beobachtet hatten—„Hals und Beine könnte man brechen und das Schlammmaſſer ſchlägt Einem faſt bei jedem Schritt über dem Kopfe zuſammen. Daß mich auch der Henker dieſen Weg fuͤhren mußte; ich werde ſchön ausſehn, wenn wir nach Helena kommen. Wo zum Teufel mag denn nur die verdammte Straße liegen? Wir ſind am Ende in all dieſem Gewirr ſchon drüber hin und ziehen nun gen Weſten in irgend eine ſchöne, noch nicht entdeckte Gegend.“
„Habt keine Angſt,“ lachte der Pilot in dieſem Waldmeer,„die Helenaſtraße muß wenigſtens noch eine Meile weiter hin liegen. — Bedenkt doch nur, Mann, daß wir auf ſolcher Bahn haben Schritt für Schritt reiten und oft bedeutende Umwege machen müſ⸗ ſen, um nur den Seen und Dickichten auszuweichen, die wir un⸗ möglich durchſchneiden konnten. Tröſtet Euch aber, der Boden wird jetzt ein wenig beſſer; wir haben das Schlimmſte hinter uns und können nun doch zum Mindeſten neben einander hintraben und ein vernünftiges Wort mitſammen plaudern.“
Sander ſchien von dieſem einzigen Troſt keineswegs ſehr er⸗


