Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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7⁵

„Ich wäre lieber noch ein wenig weiter hinuͤbergefahren,“ ſagte der Eine jetzt, während er den Kopf hob und nach dem noch ziem⸗ lich fernen Lande hinüber ſchaute.—

„Und wozu?“ frug der mit der Narbe—„erſtlich liefen wir Gefahr, auf den Sand zu rennen, und dann möchten ſie auch oben in dem Hauſe auf uns aufmerkſam werden, und das iſt Beides nicht nöthig.“

„Laſſen wir die runde Weideninſel links oder rechts liegen?“

„Links.“

„Da iſt ja auch wol das tiefſte Waſſer.“—

„Deshalb nicht, unſer kleines„Känguruh“ würde ſchon über die flachen Stellen fortſpringen. So arg iſt's übrigens auch gar nicht, wir haben an beiden Seiten der Inſel, bei jetzigem Waſſer⸗ ſtand und an den ſeichteſteu Stellen ſechs Fuß, und brauchen höchſtens anderthalb.“

„Nun, mir recht— ich weiß mit dem Fluß nicht Beſcheid, aber— wie lange fahren wir denn wol bis hinunter?“

„Es mögen etwa vierzehn Meilen von Helena ſein,“ meinte der Narbige.„Eine Meile weiter unten fangen wir wieder an zu rudern, gehen über den Fluß zurück und muͤſſen den Landungsplatz in höchſtens anderthalb Stunden erreichen, vielleicht noch eher. Jetzt ſeid aber ruhig; hier am ufer ſtehn einige Häuſer, und je weniger Geräuſch wir machen, deſto beſſer iſt's.“

Das ſcharfgebaute Fahrzeug trieb noch eine ziemliche Strecke ſtill und ſchweigend ſtromab, dann aber ließen, auf ein Zeichen des Führers, die Männer die bis dahin noch immer emporgehaltenen Ruder wieder in's Waſſer, der Bug kehrte ſich wieder dem weſtlichen Ufer zu, und hin über die Fluth ſchoß nun das„Känguruh,“ daß die kleinen Kräuſelwellen vorn hoch emporſpritzten und dann in langen wogenden Kreiſen ſeitab ſtrömten.

Die einzelnen Lichter am Ufer blieben weit, weit zurück. Jetzt näherte ſich das Boot, der ſtärkern Strömung treu bleibend, mehr