Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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lange und ſo wunderſchön, bis die Blätter ordentlich anfangen un⸗ ruhig zu werden und zu tanzen.“

„Ei, fieh da, Mr. Lively“— lächelte Squire Dayton, während er ſich ein ſchmales Stück Kautabak abſchnitt und das Uebrige an Jonathan Smart hinüberreichte—„ob er uns am Ende nicht noch ganz poetiſch wird— haben Sie ſchon einmal Verſe ge⸗ macht?“

„Ich?“ rief James und ſah jetzt erſt zu ſeinem unbegrenzten Entſetzen, daß die Augen der ganzen Geſellſchaft auf ihm allein gehaftet hatten—„ich— nein— im Leben nicht“— und ſeine Hände griffen vergebens nach ihrem frühern, im Eifer des Ge⸗ ſprächs verſchmähten Anhaltepunkt.

„Mr. Smart ſoll aber ſchon Verſe gemacht haben,“ ſagte Mrs. Dayton, und ſuchte durch dieſe Wendung dem armen Burſchen aus der Verlegenheit zu helfen.

Jonathan Smart blickte Mrs. Dayton von der Seite an.

„Ein Nankee und Verſe machen?“ ſagte er endlich ſchmunzelnd und nahm ſein linkes Knie zwiſchen die beiden Hände,—„präch⸗ tige Idee das. Nein, Mrs. Dayton, damit befaſſe ich mich weni⸗ ger; Verſe bringen Nichts ein.— Und doch— ſo⸗komiſch Ihnen das auch vorkommen mag, habe ich wirklich einmal ein Gedicht, und zwar an meine Alte gemacht, als wir noch Brautleute waren.“

„O bitte, bitte, Mr. Smart, das Gedicht müſſen Sie uns einmal zeigen,“ bat Adele—„ich leſe ſo ungemein gern Ge⸗ dichte“—

„Und ſolche beſonders,“ lächelte der Wirth,„nicht wahr, wo man ſich vor Lachen dabei recht ausſchütten kann?— Ih nun, wenn ich's noch hätte, wär' mir's recht.— Später mußte ich ſelbſt darüber lachen.“

„So haben Sie es vernichtet?“

„O nein, im Gegentheil, das iſt in den Händen derſelben, an die es gerichtet geweſen.“

Gerſtäcker, Flußpiraten. I. 5