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der Zeit bat ſie natürlich unſere Wohnung nicht wieder betreten dürfen, ſcheint aber den darüber gehegten Groll keineswegs bis auf mich ausgedehnt zu haben, denn ſie war heute Abend ungemein, ja faſt auffällig freundlich und zuvorkommend gegen mich.“
„Ich glaube, man thut dieſer Mrs. Breidelford— ſo wenig ich ſie auch ſelbſt perſönlich leiden kann, doch Unrecht,“ nahm hier der Squire das Wort.„Ich kenne ſo ziemlich Alles, was an Ge⸗ ruchten über ſie im Umlauf iſt, und habe ſie ſcharf beobachtet und beobachten laſſen. Das Einzige jedoch, wegen dem ich ſie in Ver⸗ dacht habe und was wirklich ſtraffällig wäre, iſt der geheime Ver⸗ kauf von Whiskey an Neger. Zeigt ſich das als begründet, ſo werde ich ſie auch deshalb, wie es ja als Richter meine Pflicht iſt, in Strafe nehmen, und weder ihre Freundſchaft noch ihr Haß ſoll mich daran hindern. Lieb wäre es übrigens auch mir, wenn ſie uns mit ihren Beſuchen verſchonen wollte, doch— Sie wiſſen, wie das hier in Arkanſas iſt— Wollte man es den Leuten förm⸗ lich verbieten, die ganze Stadt ſchrie dann uͤber Stolz und Hoch⸗ muth; da unterzieht man ſich lieber dem kleinern Uebel und hat
dafür mit weniger Unannehmlichkeiten und böſem Willen zu
kaͤmpfen.“
„Ja, Squire,“ ſagte James und wurde feuerroth, hier vor den beiden Damen das Wort zu nehmen,„das mag ganz gut ſein, ſo lange es ſich auf arme einfache Leute bezieht. Wenn aber bei uns auf dem Lande draußen Jemand einmal als ſchlecht erkannt iſt, und man giebt ſich dann nicht mit ihm ab, dann wirft Einem das kein Menſch mehr vor— mein' ich.“
„Mr. Lively hat ganz recht, Dayton,“ fiel hier Adele lebhaft ein—„mit ſolcher Frau würde ich auch keine Umſtände weiter machen.— Was kann ſie uns denn thun, wenn wir ihr das Haus verbieten? und wir würden dadurch eine Pein los, die manchmal wirklich kaum zu ertragen iſt. Nun, Mr. Lively wird es noch be⸗ reuen, uns eingeladen zu haben.“


