Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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Damen des Hauſes gegolten, ſo ganz ohne Weiteres auf ſich be⸗ zogen und angenommen habe.

„Daheim,“ ſagte er,„würden ſie ſchön ſchauen, wenn ſie ihre Drohung wahr machte, denn böſe Geſchichten ſind's, die über die Frau erzählt werden.“

„Weiß auch der liebe Gott, wie wir zu der Ehre ihres Beſuches kommen,“ meinte Mrs. Dayton.„Das iſt nun ſchon das dritte Mal, daß ſie uns aufſucht und bis ſpät in die Nacht dableibt, ohne daß wir je einen Fuß über ihre Schwelle geſetzt, oder ſie auch nur gebeten hätten, ihren Beſuch zu wiederholen. Was will ich aber machen? ſie kommt, ſetzt ſich hin, quält uns Stunden lang mit ihren ſchreck⸗ lichen Erzählungen, und borgt beim Weggehen gewöhnlich noch eine Maſſe von Kleinigkeiten, wie Nadeln, Seide, Stuͤckchen Lei⸗ nenzeug oder Küchengeſchirr und ſonſtige Sachen, die ſie ebenſo regelmäßig wieder zu ſchicken vergißt.“

„Ich kann wohl geſtehen,“ ſagte Smart,„daß ich erſtaunt war, ſie hier in Ihrer Geſellſchaft zu finden.— Mrs. Breidelford genießt in Helena nicht einmal mehr einen zweideutigen Ruf, und das will viel ſagen. Die wirklich wenigen Guten, die noch hier ſind, haben ſich nicht allein von ihr zurückgezogen, ſondern ihr ſo⸗ gar das Haus verboten. Auch Mrs. Smart hatte eines ſchönen Morgens ein ſehr lebhaftes und für Mrs. Breidelford keineswegs ſchmeichelhaftes Geſpräch mit dieſer Dame, das Seitens meiner Frau von dem obern, Seitens jener Lady von dem untern Theil der Veranda geführt wurde, zu welchem ſie durch den Neger aus dem Hauſe begleitet worden war. Allerdings behauptete in dieſem Zungenkampf Mrs. Breidelford das Feld, denn von einem ſehr großen und ſehr zerlumpten Theil des jungen Helena unterſtützt, verblieb ſie noch mit eingeſtemmten Armen und äußerſt rothen Geſichtszügen eine ganze Weile auf ihrem eingenommenen Poſten, während ich Mrs. Smart, freilich nicht ohne bedeutenden Widerſtand, hinterruͤcks und immer noch nach außen hin eifernd, in das Haus zurückzog. Seit