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in voller Verzweiflung auf dem weich gepolſterten Stuhle wie auf glühenden Kohlen.
James Lively war übrigens ſonſt keineswegs ſo verſchämt und blöde. Im Walde aufgewachſen gab es keinen beſſern Jäger und Landmann im ganzen County als ihn. Muthig dabei bis zur Tollkühnheit, hatte er vor Kurzem erſt den Einzelkampf mit einem Parther gewagt und gewonnen, und im Boxen die Beſten über⸗ wunden. Aber im Walde mußte er auch ſein, wenn er all dieſe Fähigkeiten entwickeln ſollte. In Damengeſellſchaft getraute er ſich nicht den Mund zu öffnen, und wenn er auch— wie Mrs. Brei⸗ delford— vollkommen ſeine Schwäche kannte, ſo wäre es ihm den⸗ noch nicht möglich geweſen, eine Scheu zu überwinden, die ihm Zunge und Glieder lähmte. So auffallend wie heute hatte ſich dieſe Befangenheit übrigens noch nie gezeigt. Sie ſchien ſogar durch Adelens leiſe Anſpielungen ihren höchſten Grad zu erreichen, als ſich Squire Dayton in's Mittel ſchlug, auf den jungen Mann zuging und ihm mit einem freundlichen„Gott zum Gruß, Mr
Lively— was macht der Vater und wie ſteht's daheim mit der Farm?“ plötzlich wieder Muth und Selbſtvertrauen in's Herz legte. 6
Die Worte, die ganze Anrede, die Beziehung auf die heimiſche, ihm bekannte Umgebung, wirkten wie ein wohlthätiger Zauber auf den Waldbewohner. Er ſprang auf, holte tief Athem, ergriff ſchnell die dargebotene Rechte und antwortete, als ob ihm eben eine Cent⸗ nerlaſt von der Bruſt gewälzt wäre—
„Danke, Squire— Alle wohl— ſo ziemlich wenigſtens— die braune Kuh wurde geſtern krank, und darum bin ich eigentlich hierher in die Stadt gekommen— aber— ich hatte noch was Be⸗ ſonderes“— und er warf einen ſcheuen Seitenblick nach den Frauen, während wieder hohe Gluth ſein Geſicht überflog—„ich— ich weiß nur nicht—“
„Iſt es Etwas, was mich allein betrifft?“ frug der Squire.—


