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„An Menſchen, die keinen Sinn für die Wiſſenſchaft haben,“
rief der hierdurch erzürnte kleine Mann, indem er ſich den grauen
Seidenhut noch feſter in die Stirn hineintrieb,„Menſchen, die von ihren Mitmenſchen blos die Haut kennen, und ſich weiter nicht darum bekümmern, ob ſie mit Knochen oder Baumwolle ausgeſtopft ſind— an ſolchen Menſchen iſt auch jedes wiſſenſchaftliche Wort, das irgend ein vernünftiger Mann ſo thöricht iſt ihnen zu bieten, verloren, und ich ſehe nicht ein, weshalb ich meine ſchöne Zeit hier vergeuden ſoll, ſolchen Menſchen einen Gefallen zu thun.“
Und ohne weiter eine Antwort abzuwarten, oder die Uebrigen noch eines Blickes zu würdigen, ergriff er einen alten, am nächſten Stuhl lehnenden rothen baumwollenen Regenſchirm, drückte ihn ſich unter den Arm und ſchritt raſch und dabei immer noch mit ſich ſelbſt geſticulirend zur Thür hinaus.
„Gott ſei Dank, daß er fort iſt. Mir grauſt's immer in ſeiner Nähe, und— ich kann mir nun einmal nicht helfen, aber ich möchte ſtets darauf ſchwören, es röche nach Leichen, ſobald er in's Zimmer tritt,“ ſagte der Advokat.—
„Iſt denn der hier prakticirender Arzt?“ frug der Farmer, der ihm erſtaunt eine Weile nachgeſehen hatte.
„Arzt? Gott bewahre“— lachte der Blaue,„die Leute nennen ihn hier nur ſo, weil er von weiter Nichts als Verwundungen, Leichen und chirurgiſchen Operationen ſpricht.— Dadurch haben ſich aber ſchon ein paar Mal Fremde verleiten laſſen, ihn bei wich⸗ tigen Krankheitsfällen zu Rathe zu ziehn, und das iſt ihnen denn auch verdammt ſchlecht bekommen.“
„Es wird keiner zum zweiten Male zu ihm gegangen ſein“— meinte der Farmer.
Der Blaue ſchlug ein lautes Gelächter auf und rief—
„Nein wahrhaftig nicht— kein Lebender kann ſich rühmen, von Dokror Monrove behandelt zu ſein. Die Fünf, die er hier in der LCur gehabt— natürlich lauter Fremde, eben Eingewanderte— find


