Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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bei, während er mit dem Daumen der Hand über die eigene Schul⸗ ter deutete, das keineswegs ſchöne Geſicht zu einem häßlichen, bos⸗ haften Lachen.

„Die arme Frau,“ ſagte ein junger Kaufmann, der eben zu ihnen getreten war und die letzten Worte gehört hatte.— Sie geht herum wie eine Leiche— ſie ſoll den Holk ſo gern gehabt haben.“

„Sie waren ja auch ſchon mit einander verſprochen,“ fiel hier der Advokat ein. Wenn er wieder von New⸗Orleans zurückkäme, ſollte die Hochzeit ſein; aber der Menſch denkt und das Schickſal lenkt.— Jetzt iſt der Miſſiſfippi ſein Hochzeitsbett, und das eigene

Flatbvot ſein Sarg.— Puh— es muß ein häßliches Gefühl ſein,

ſo tief unten auf dem Grunde des Fluſſes gegen die Planken eines ſolchen Kaſtens gedrückt zu liegen, und nun immer leichter und leichter werden und doch nicht wieder hinauf zu können an den. lichten Tag.“

„Es ſind in letzter Zeit recht viele Flatboote verunglückt,“ ſagte der Farmer nachdenkend.—„Ich weiß, daß allein von Little Rock dreie abgingen, die nie am Ort ihrer Beſtimmung ankamen. Der Staat ſollte mehr dafür thun, dieſe Unmaſſen von Baum⸗ ſtämmen wenigſtens aus der eigentlichen Strömung zu entfernen. Guter Gott, was ſind nicht ſchon für Menſchen auf ſolche Art⸗ umgekommen und wie viele Waaren hat der unerſättliche Miſſiſſippi verſchlungen!“

„Ei, die Menſchen ſind aber auch großentheils ſelber dran ſchuld!“ rief der Blaue argerlich,—„wenn irgend ein Burſche, der im Leben den Stiefel nicht von Gottes feſtem Erdboden wegge⸗

bracht hat, einmal Waaren verſchiffen will, ſo baut er ein neues

Flatboot, oder kauft irgend ein altes, packt da ſeine Siebenſachen hinein, ſtellt ſich hinten an's Steuer und denkt,„„der Strom wird

mich ſchon dahin führen, wo ich hin will— wir ſchwimmen ja⸗

den Fluß hinunter.““— Ja wohl— wir ſchwimmen hinunter, bis

wir irgendwo hängen bleiben, und nachher iſts zu ſpät. Der

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