Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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Unglück gekommen ſein, kurz das ganze Boot iſt ſpurlos verſchwun⸗ den, und vor fünf Tagen kam Holk's Sohn hier an.“

„Hatte denn Holk einen Sohn? frug der Farmer,„er war ja gar nicht verheirathet?“—

„Aus früherer Ehe,“ erwiederte der Blaue—„mehrere Leute hier kannten die Familie. Der junge Holk wäre auch gern hier geblieben, er bekam aber ſchon am zweiten Tage das Fieber und damit zugleich einen ſolchen Widerwillen gegen das niedere Land ſelbſt, daß er ſchon auf den dritten Tag die Verſteigerung ſeines ſämmtlichen Grundbeſitzes feſtſtellte. Die Auction fand ang dieſem Morgen ſtatt, und mit demſelben Dampfboot, das heute Mittag hier landete, iſt der junge Holk wieder hinunter nach Baton Rouge gegangen.“

„Potz Blitz, der hat ſeine Geſchäfte ſchnell abgemacht. Da iſt auch wol der ſchöne Platz um einen Spottpreis weggegangen?“ frug der Mailrider, der ebenfalls erſt während des Streites gekom⸗ men war.

„Das nicht!“ erwiederte der Advokat—„die Bauſtellen ſind faſt die beſten in Helena und es fanden ſich mehrere Bewerber— ich ſelbſt habe geboten, Richter Dayton ſchien auch große Luſt zu dem Handel zu haben. Der Wirth hier hat ſie aber zuletzt noch erſtanden und— was die Bedingung war— gleich baar bezahlt — Smart muß einen hübſchen Thaler Geld in Helena verdient haben.“

„Wunderbar, wunderbar,“ murmelte der Farmer vor ſich hin. — Mir hat Holk einmal geſagt, er hätte weder Kind noch Kegel in Amerika und wolle alles das, was er ſein eigen nenne, verkau⸗ fen, und wieder nach Deutſchland zurückgehn.“

„Nun ja,“ lachte der Blaue,„es war ſo eine ſchwache Seite von ihm, noch für einen jungen Mann zu gelten. Er leugnete immer, daß er ſchon verheirathet geweſen— Ihr kennt doch die junge Wittwe drüben— gleich neben Daytons,“ und er verzog da⸗