Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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„Nun hör' einmal auf, mit all dem Unfinn von senior und zunior— geh an Dein Geſchäft— beſorge die Pferde, die draußen

im Stalle ſtehn— ſchick mir den Neger her und laß ihn Bohnen

aus dem Felde bringen. Zum Kaufmann muß er auch hinüber⸗ gehn, um das Faß Zucker zu holen— Mann, Du wirſt mich mit Deinem Leichtſinn noch in die Grube bringen.“

—„dem Rathe des Smart senior ſo folgt, wie Smart senior damals dem Rath ſeines Vaters folgte,“ fuhr der unverwüſtliche Yankee ruhig und unbekümmert fort—„ſo iſt alle Hoffnung vor⸗ handen, daß, auch ohne unſer Zuthun, Smart junior ſchon ſeinen Lebensunterhalt auf anſtaͤndige Weiſe gewinnen werde.“

„Scipio ſoll hierher kommen,“ ſchrie jetzt Mrs. Smart, wirklich zur äußerſten Wuth getrieben, während fie mit dem Fuße ſtampfte und. den Stiel des Löffels auf den einzigen kleinen Tiſch niederſtieß—„hörſt Du, Jonathan?— Scipio ſoll herkommen, und nun fort mit Dir, Menſch, der Du meinen Tod willſt, oder ich gebrauche, ſo wahr mich unſer lieber Herr Gott erhören ſoll, mein Küchenrecht.*)“— Und mit raſchem Griff erfaßte ſie den kupfernen langſtieligen Schöpfer und fuhr damit in den Keſſel voll ſiedenden Waſſers, der über dem Feuer ziſchte und ſprudelte.

Nun wußte Mr. Smart allerdings, daß es zwiſchen ihnen, trotz dem von Seiten Madames oft hitzig geführten Zungenkampf, nie zu Thätlichkeiten kam, denn Madame kannte zu gut den ernſten und feſten Sinn ihres Mannes, ſo etwas je zu wagen. Um aber auch jedem Wortwechſel ein Ende zu machen und die erzürnte Ehe⸗ hälfte, die ihm ſonſt eine brave und treue Gattin war, freundlicher zu ſtimmen, zog er ſich ruhig zur Thür zurück und frug nur hier,

*) Das hier gemeinte und in Nordamerika ſo geltende Küchenrecht, was nicht ſelten, beſonders auf Dampfbooten, ſeine Anwendung findet, beſteht darin, einen Kochlöffel voll ſiedenden Waſſers gerade über dem, den man aus der Küche haben will, an die Decke zu ſchleudern, daß, wenn er ſich nicht raſch

durch die Flucht den Folgen entzieht, die heiße Fluth auf ihn hinabträufelt.