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im Freien zu trinken und ſich nicht dabei durch die Gegenwart von⸗ Damen geſtört zu wiſſen.“
„Hallo— Brandy?“ rief der mit der Narbe—„wollt Ihr uns wirklich eine Gallone Brandy geben, und dabei erklären, daß Euch das Geſchehene leid ſei?“
„Allerdings will ich das!“ erwiederte Jonathan Smart, wäh⸗ rend ein leichtes ſpöttiſches Zucken um ſeine Mundwinkel ſpielte, „und zwar vom vortrefflichſten Phirſich⸗Brandy, den ich im Hauſe habe— ſind die Herren damit einverſtanden?“
„Ei— Bootshaken und Enterbeile— ja!“ nahm der Bleiche das Wort—„heraus mit dem Brandy,— wenn Unterröcke drin ſitzen, wird's einem ordentlichen Kerl doch nicht ſo recht behaglich zu Muthe— aber ſchnell, Smart— Ihr trefft uns heute in ver⸗ dammt guter Laune und könnt Euch gratuliren; laßt uns deshalb alſo auch nicht lange warten.“
Fünf Minuten ſpäter erſchien ein ſtarker, breitſchultriger Neger, mit ächtem Wollkopf und faſt ungewöhnlich ſtreng ausgeprägten athiopiſchen Geſichtszügen in der offenen Thür, und trug— wäh⸗ rend er die Verſammlung, jedoch noch immer mißtrauiſch, bald links bald rechts zu betrachten ſchien— in dem linken Arme eine
roße breitbäuchige Steinkruke, in der andern ein halbes Dutzend lechbecher. Die Schaar empfing ihn aber jubelnd, unterſuchte vor allen Dingen das Getränk, ob es auch wirklich der gute, ihnen verſprochene Stoff ſei, und zog dann jauchzend dem Fluß zu, wo ſie an Bord eines dort liegenden Flatbootes gingen und bis in die ſpäte Nacht hinein zechten und tobten. Dayton dagegen blieb noch eine Weile ſtehen und blickte den davon Tobenden ſtill und, wie es ſchien, ernſt ſinnend nach. Smart aber ſtörte ihn bald
aus ſeinem Nachdenken auf;— er lehnte die Büchſe oben an einen Poſten der Veranda und ſtieg zu dem ihm ſo freundlich zu Hülfe
gekommenen Richter nieder.
„Dank' Euch, Sir,“ ſagte er hier, waͤhrend er ihm freundlich⸗


