——
27 jedem ihrer Wünſche willfahren müſſe, wollte er ſich nicht der größ⸗ ten Gefahr an Leben und Eigenthum ausſetzen. Als ſich daher die Rädelsführer ſeiner Thür näherten, trat er plötzlich mit geſpannter und im Anſchlag liegender Büchſe ruhig auf die oberſte Schwelle und erklärte feſt, den Erſten niederzuſchießen, der die Stufen ſeiner Treppe betreten würde.
Smart war als ein ausgezeichneter Schütze bekannt, und ſicherer Tod lag in der, ihnen drohend entgegengehaltenen Mündung. Der Advokat trat aber auch hier wieder vermittelnd zwiſchen den Par⸗ teien auf, bedeutete den Yankee, daß die Männer hier keine Feindſelig⸗ keit weiter gegen ihn nährten, und bat ihn, die Büchſe fortzuſtellen, da⸗ mit auch das Letzte entfernt ſei, was auf Streit und Kampf hindeuten könne.
„Gebt den guten Leuten ein paar Quart Whiskey,“ ſchloß er dann ſeine Rede,„und ſie werden Euere Geſundheit trinken. Es iſt ja doch beſſer, mit Denen, die unſere Nachbarn in Stadt und Haus ſind. friedlich und freundlich beiſammen, als in immer⸗ währendem Streit und Hader zu leben.“
Der Nankee hatte bei den ruhigen Worten des Advokaten, den er ſelbſt ſchon ſeit längerer Zeit als einen ordentlichen und, wenn es galt, auch entſchloſſenen Mann kannte, den Büchſenkolben ge⸗ ſenkt, ohne jedoch die rechte Hand vom Schloſſe zu entfernen, und erwiederte jetzt freundlich:
„Es iſt recht hübſch von Ihnen, Mr. Dayton, daß Sie nach beſten Kraͤften Streit und Blutvergießen gehindert haben— Man⸗ cher Ihrer Herren Collegen bätte das nicht gethan. Damit Sie denn auch ſehen, daß ich keineswegs geneigt bin, mit den guten Leuten, gegen die ich ja ſonſt nicht das Mindeſte habe, wieder auf freundſchaftlichen Fuß zu kommen, ſo bin ich gern erbötig, eine volle Gallone zum Beſten zu geben, aber— ich will ſie hinaus⸗ ſchicken.— Ich habe Ladies hier im Hauſe und die Gentlemen draußen werden gewiß ſelbſt damit einverſtanden ſein, ihren Brandy


