Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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Nun verſagte zwar, zum großen Glück des menſchenfreundlichen Retters, die Waffe, Jonathan Smart war aber nicht der Mann, der ruhig auf ſich zielen ließ. Mit ſchnellem Griff riß er ein unter ſeinem Rock getragenes, wenigſtens zwolf Zoll langes Bowiemeſſer vor und führte damit ſchon in der nächſten Secunde einen ſo kräftigen wohlgemeinten Hieb nach dem entſetzt Zurückfahrenden, daß er ihm, wenn jener Stich gehalten, den Schädel unfehlbar mit dem ſchweren Stahl geſpalten haben müßte. Der aber, dem die jetzt Zorn funkelnden Augen des Gereizten nur zu deutlich verrie⸗ then, was ihn erwarte, ſprang mit lautem Aufſchrei zur Seite und

nur noch die Spitze des Meſſers traf ihn vorn an der Schulter, 4

von wo an ſie ihm den Rock bis hinab an den Saum mit einem Hiebe aufriß..

Der Schlag war zu tüchtig geführt geweſen, um an dem vollen Ernſt des Mannes nur einen Augenblick zu zweifeln. Sein Auge flog auch jetzt mit ſo dunkelglühendem und herausforderndem Trotz über die Anderen hin, daß ſie ſcheu und faſt unwillkürlich den Iren losließen. Der aber fühlte ſeine Glieder kaum wieder frei, als er auch ſchon raſch emporſprang und nicht übel Luſt zu haben ſchien, den für ihn faſt ſo verderblich gewordenen Kampf an Ort und Stelle zu erneuern. Smart jedoch hielt ſeinen rechten Arm wie mit eiſernem Griff umſpannt, und ehe noch die für den Augen⸗ blick wie vor den Kopf geſtoßenen Männer einen neuen Entſchluß faſſen oder es über ſich gewinnen konnten, dem ihnen ſo herausfor⸗ dernd gezeigten Stahl zu trotzen, zog der Wirth den kleinen Eng⸗ länder mit ſich fort, ſeinem eigenen Hauſe zu und verſchwand gleich darauf im Innern deſſelben.

„Verdamm meine Augen!“ ſchrie da plötzlich der ſchon früher erwähnte bleiche Geſell mit der Narbe—„ſollen wir uns das ge⸗ fallen laſſen? Wer iſt denn der langbeinige Schuft von einem Yankee, der hier nach Arkanſas kommt, und einem ganzen Haufen

ordentlicher Kerle vorſchreiben will, was er zu thun und zu laſſen