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auf ihn zugehend,„Du träumſt wol, Du faules Vieh— weißt
mir die Zaͤhne?“
Der Hund beruhigte ſich jedoch ſelbſt durch die Anrede nicht und knurrte nur ſtärker, wedelte aber auch dabei leiſe mit dem Schwanze, gerade als ob er hätte ſagen wollen: Ich kenne Dich recht gut und weiß, daß Du ein Freund biſt, aber hierher darfft Du mir trotz alle dem nicht.
Tom blieb ſtehen und ſagte zu Edgeworth, der auf ihn zukam:
„Seht den Hund an, er hat da etwas unter dem Laube und will mich nicht näher laſſen. Was es nur ſein mag?“
Edgeworth ging auf ihn zu, ſchob leiſe ſeinen Kopf zur Seite und fand zwiſchen den Pfoten des treuen Thieres— den Schädel ſeines Sohnes— wobei Wolf, als Jener die Ueberreſte des theuern Hauptes ſeufzend emporhob, an ihm hinauf ſprang und winſelte und bellte.
„Das kluge Thier weiß, daß es Menſchenknochen ſind,“ ſagte der Matroſe.
„Ich glaube, beim ewigen Gott, er kennt die Gebeine!“ rief der Greis erſchrocken,„Bill hat ihn aufgezogen und ging nie, von dem Augenblick an, wo er laufen konnte, einen Schritt ohne ihn in den Wald.“
„Das iſt ja nicht möglich— die Gebeine können keinen Ge⸗ ruch behalten haben.— Wie alt iſt denn der Hund?“
„Acht Jahre— aber ſo klug wie je ein Thier einer Fährte folgte,“ ſagte der Greis;„Wolf— komm hierher,“ wandte er ſich dann an den Winſelnden,„komm her, mein Hund— kennſt Du Bill noch, Deinen alten guten Herrn?“„
Wolf ſetzte ſich nieder, hob den ſpitzigen Kopf hoch empor, ſah ſeinem Herrn treuherzig in die Augen, warf ſich mehrere Male unruhig von einem Vorderlauf auf den andern und ſtieß plötzlich ein nicht lautes, aber ſo wehmüthig klagendes Geheul aus, daß ſich der alte Mann nicht länger halten konnte. Er kniete neben dem


