erſt vor wenigen Wochen einen fünfjährigen Bären geſtellt und bezwungen hatte, würde den faſt wehrloſen Schwar⸗ zen augenblicklich in Stücke zerriſſen haben. Sein Herz ſchlug daher, als er die Thür ein klein wenig öffnete, wie ein Hammer. Glücklicher Zufall— keiner der
Hunde lag vor der Thür— der Befehl des Herren
hatte ſie alle hinter das Haus gewieſen und konnte er jetzt nur funfzig Schritte Vorſprung gewinnen, ſo war er gerettet— geräuſchlos öffnete er die Pforte.
„Seid Ihr es, Mr. Sander, frug jetzt James, der in dieſem Augenblick von dem kalten, gerade über ihn hin⸗ ſtreichenden Luftzug erwachte—„ha— wer iſt an der Thüre?“—
Keine Antwort erfolgte— kein Laut ließ ſich hören, und der Fragende glaubte ſchon geträumt zu haben. Der Dieb aber ſtand auf der Schwelle— im Freien— die kalte Nachtluft kühlte ſeine in Fiebergluth brennende Wange und vorſichtig glitt er in der Dunkelheit dem nahen Dickicht zu, die ſchlafenden Wächter nicht zu ermuntern und unentdeckt zu entkommen. Schon
hatte er die kleine niedere Fenz erreicht, welche die
Wohnung umgab und zitternd überſtieg er ſte, als er mit dem linken Fuß den Stiel einer Hacke berührte, die daran lehnte und jetzt umfiel.—


