Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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bewachend, ſonſt aber unthätig, und wie es ſchien, ganz in dem Anſchauen ſeines Opfers verloren; ein triumphi⸗ rendes Lächeln durchzuckte jedoch ſeine dunkelen Züge, 3 als er den Ausdruck der Angſt und des Entſetzens in dem Antlitz ſeines Opfers gewahrte, und leiſe hob er ſich jetzt empor, nahm von ſeinem Gürtel das lederne Fangſeil und feſſelte die ſchon überdieß gebundene Geſtalt des Gefangenen ſorgſam und unauflösbar an den jun⸗ gen, zähen Stamm, neben dem ſein Körper lag. Vergebens bot ihm der Unglückliche Schätze und Reichthümer, vergebens erzählte er ihm von Gold, das er vergraben, und das er alles ihm, dem Feinde geben wolle, wenn er ihn frei ließe, oder wenigſtens ſeiner Qual mit einem Streich des Tomahawk's ein Ende mache. Schweigend, als ob er die Worte nicht verſtände, die jener in leidenſchaftlicher Rede in ſein Ohr hauchte, vollendete derbefiederte Pfeil das Werk der Rache, und machtlos, Hände und Füße gebunden, durch den jungen Baum aber an den Boden gefeſſelt, verließ ihn der Indianer auf wenige Augenblicke, und kehrte dann mit etwas trockenem Laube und dürrem Reiſigholz zurück. Jetzt durchſchoß zum erſtenmal eine dunkele Ahnung das Hirn des Unglücklichen er kannte die Sitte der

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