439
dem Sohne die blutige, abgeſchnittene Tatze des Un⸗ gethüms hinhielt—„der iſt nicht mehr ſchädlich.“
„Nun ſterb' ich gern,“ hauchte der Jüngling, und erfaßte ſeines Vaters Hand.
„Sterben, William? Thorheit— komm, ſei ein Mann; ſteh' auf, komm, ich helfe Dir,“ und mit Todesangſt im Blick, verſuchte er den Verwundeten zu unterſtützen.
„Vater, Du thuſt mir weh!“ ſeufzte dieſer.
„Um Gotteswillen, wo fehlt es Dir denn?“ fragte der alte Mann, jetzt wirklich zum erſten Mal die Möglichkeit vor Angen ſehend, daß ſein Sbhſ zum Tode verwundet ſein könne.
„Hier,“ ſagte dieſer, indem er auf ſeine rechte Bruſt zeigte—„hier— es iſt Alles aufgeriſſen, im Rücken ſticht es auch recht— und— die Mos⸗ quito’s ſind ſo bös.“
„William,“ fragte der Vater in ſeiner Herzens⸗ angſt,„kannſt Du reiten?“
Der Sohn ſchüttelte traurig den Kopf. 1
In Todesangſt rang der Vater die Hände und ſtöhnte endlich mit leiſer, drängender Stimme:
„Aber hier kannſt Du nicht liegen bleiben, Wil⸗ liam; die Inſekten brächten Dich um, kein Menſch könnte Dich pflegen und Du müßteſt verſchmachten, wenn die Sonne morgen wieder ſo heiß wie heute brennt. Wir ſind aber kaum vier Meilen von unſe


