Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
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ernden Gattin, die hier der Kindesliebe treues V Opfer brachte aber er ſprach kein Wort, denn das war kein Schmerz der Troſt verlangte, ſon⸗ dern nur Troſt und Linderung in den eigenen Thränen fand.

Eine Weile lag Hedwig an der theuren Stätte, dann hob ſie langſam den Kopf und blickte lang und liebend auf den Hügel, unter dem ſie damals Alles begraben was ſie auf der Welt noch das Ihre nannte; dann betete ſie ſtill und leiſe und richtete ſich, von dem Gatten unterſtützt, wieder empor.

Komm, mein Herz, bat da Wagner,gieb Dich auch dem Schmerz nicht zu ſehr hin. Denke daß Deine Mutter jetzt mit Freuden auf uns herabſchauen kann.

Ihr Segen hat ſich an mir erfüllt, flüſterte Hedwig, indem ſie ihr Haupt an der Bruſt des theueren Mannes barg,er hat mich Dich finden laſſen, er hat mir unſer Kind gegeben, und tauſend Dank Dir hier, mein Reinhard, an 6 dem theueren Ort für alles Liebe und Gute was Du an mir gethan. Ich kann Dir hier im Namen meiner Mutter danken.

Wagner hatte ſein Weib umfaßt und drückte einen langen Kuß auf ihre Stirn; dabei flüſterte er:

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