„Nein,“ flüſterte Herr Nitſchke, indem er ein Taſchentuch aus der Taſche zog—„ich— trage es bei mir.“
Es lag in der Bewegung, mit der er dies ſprach, eine ſo reuige Zerknirſchung, und doch wieder ein ſo wehmüthiger Humor, daß Wagner laut auflachen mußte, während ihm die Thränen in die Augen traten.
„Ich dachte es mir,“ ſagte er freundlich— „ſpäter muß ſich das freilich ändern, für jetzt aber— bis wir ein Unterkommen für Sie ge⸗ funden haben, bleiben Sie bei mir; ich werde Ihnen ein Zimmer anweiſen laſſen, und Ihren Wagen benutzen Sie jetzt— Ja ſo, es iſt Sonn⸗ tag,“ unterbrach er ſich,„gut, dann mögen Sie das morgen früh beſorgen, ehe Sie in's Geſchäft kommen, denn— Sie nehmen mir das nicht übel, etwas anſtändiger müſſen Sie in unſerem Comp⸗ toir erſcheinen, ſchon Ihrer ſelbſt wegen.“
„Aber— ich—“.
„Ich weiß ſchon; natürlich brauchen Sie dazu Vorſchuß.— Herr Nitſchke— ich mache jetzt gleich die Probe mit Ihnen, in wie weit ſie Beſſerung verſprechen.— Hier haben Sie 30 fl. die Sie in dem Nothwendigſten anlegen mögen. Ich rechne


