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Reuigen zerknirſcht, vernichtet am Boden liegen ſah, und während auch über ihre abgehärmten Züge die klaren ſchweren Thränen nieder tropften, ſagte ſie leiſe und mit unendlicher Weiche im Ton:
„Die Du rufſt, falſcher, treuloſer Wi Wi— die liegt unter Dir in dem kühlen Grab, das wir, ihrer Bitte nach, ihr hier gegraben auf ihrer Lieblings⸗ ſtelle. Der kleine flache blumengeſchmückte Hügel vor Dir deckt das arme Herz, das hier zuletzt den Frieden fand den Du geraubt, und kalt und rück⸗ ſichtslos unter die Füße getreten. Es hat Dich mehr geliebt als Du verdienſt, mehr als Du je geahnt, und noch im Tode Dir vergeben und Gottes Segen auf Dein Haupt herabgefleht.— Kennſt Du Dein Kind nicht mehr?“
„Mein Kind?— Sadie?“ rief René, vom Bo⸗ den aufſpringend und die Arme nach der ſcheu zu ihm aufblickenden Jungfrau ausſtreckend— Saßie— mein armes, armes Kind.“
„Iſt das mein Vater, Aia?“ frug da mit ſchüch⸗ terner Stimme das holde Kind—„der Vater, um den die Mutter hier ſo oft geweint, und für den ich jeden Abend beten mußte, wenn dort die Sonne hin⸗ ter der Hügelſpitze ſank?“
Aia konnte nicht ſprechen, das Herz war ihr ſel⸗ ber zu voll, aber ſie nickte langſam mit dem Haupt
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