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zuſammenſchwinden mußte—„Sadie, Du arme— verrathene Sadie!— und was der Schmerz jetzt in jahrelanger nagender Qual faſt nicht vermocht, gegen was er angekämpft mit all ſeinem hartnäckig männ⸗ lichen Trotz, das brach der eine Augenblick— das ſchmolz ihm die Rinde von dem ſtarren Herz. Wie der wild erregte Strom an ſeinem Damme wühlt und leckt und wäſcht, und unermüdlich arbeitet Tag und Nacht, bis er ſich endlich die freie Bahn geriſſen und nun unaufhaltſam hindurch drängt, und in ſeinem Sturz die Schranken alle vor ſich niederwirft, die ihn bis dahin immer noch gehalten, den furchtbaren, ſo drängte ſich jetzt ſeiner Thränen ſo lang und krampfhaft gedämmter, nun aber entfeſſelter Quell hinaus in's Freie, hinaus aus den brennenden Augen⸗ höhlen—„Sadie“ und die Stirn in den kühlen duftenden Fern preſſend, der den Boden deckte, ſchluchzte er laut:
„Was fehlt dem fremden Mann?— iſt er krank? und woher kennt er meinen Namen?“ frug eine ſanfte oh ſo wohl bekannte Stimme, und ſeinen Sinnen ſelbſt mistrauend zuckte der Unglückliche empor und ſchaute, in krampfhafter Haſt ſich die wirren Haare aus der Stirn ſtreichend, auf das liebliche holde Kind, das immer noch ruhig und freundlich vor ihm ſtand.
Aber auch Aia's Zorn war gewichen, als ſie den


