Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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ob ſie nie den Platz verlaſſen und ſorgſam die kleinſte Pflanze gewahrt, lag der Pfad hier, wo der Hügel⸗ hang ſelbſt begann und die ſorgende Hand verrieth, die ihn gehalten. Und war das ſeinet willen etwa geſchehn?— Jetzt ſah er ſchon die Wipfel ſeiner

Palmen, die freilich höher geworden waren in der 3 langen Zeit, jetzt erreichte er das kleine Orangen⸗ dickicht, das den lauſchigen Platz ſo treulich abſchloß gegen der Menſchen Blick von unten her, und jetzt— heiliger Gott— Sadie— ein jäher Schlag traf ihn durch Herz und Mark und wie vor einer Erſcheinung, zuſammengeſchmettert von dem furchtbaren Augen⸗ blick, ſank er in die Knie und blickte zweifelnd, ſtau⸗ nend, ſeinen eigenen Sinnen nicht trauend, auf das was ſich ihm bot. Dort ſtand ſein Weib— dort ſtand Sadie ſo ſchön und wunderhold, ſo wild, ſo jugendfriſch als je; die dunklen flatternden Blumen durchflochtenen Locken, die freie offene Stirn, das dünne Schultertuch den nackten Leib umfliegend, den Arm ausgeſtreckt gegen ihn und die zarten Lippen halb und eben weit genug geöffnet, die Perlenzähne da⸗ hinter zu verrathen.—

„Sadie!“ rief er und barg die Augen in der Hand, um ſich dort auf kurze Zeit wenigſtens das holde Bild zu wahren, das, wie er nicht anders zu glauben wagte, vor ſeinem äußeren Blick doch gleich

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