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abgemagerten Frau gegenüber, die ihre Augen feſt und forſchend auf ihn gerichtet hielt.
„Aia!“ riefe er überraſcht aus, aber die Frau ergriff ſeine Hand und ihn mit ſich fortführend ſagte ſie:
„Komm— ich weiß wohin Du willſt, und kenne den Weg faſt ſo gut wie Du.“
„Herr Delavigne!“ rief aber auch jetzt der Geiſt⸗ liche, der ihn ebenfalls erſtaunt erkannte—„mein Gott wie haben Sie ſich verändert.“
„Nicht wahr?“ ſagte René mit dumpfer düſterer Stimme,„ich bin nicht jünger geworden in den neun Jahren.“
„Komm, komm!“ rief aber die Frau, ungeduldig ihn mit ſich fortziehend—„wir Alle nicht— unſer Fleiſch iſt weich geworden, unſer Haar grau— nur die Erinnerung iſt noch friſch und jung;“ und den, ihr jetzt willenlos folgenden durch den Garten, den lieben bekannten Pfad hinführend, ſchritt ſie mit ihm durch einen Wald von Guiaven, der hier erſt ſpäter entſtanden zu jenem Hügelkamm hinauf, auf dem Sadiens Lieblingsplätzchen lag.“
„Du haſt Wort gehalten“ ſagte ſie dabei, ſtill und unheimlich in ſich hinein lachend—„Du biſt
uns gefolgt— Du biſt gekommen— Sadie hat es
immer behauptet.“
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