Teil eines Werkes 
3. Bd. (1854)
Entstehung
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Die letzte Nacht es liegt ein eigener, weh⸗ müthiger Zauber in dem Wort, wenn wir einen lang bewohnten, wohl gar lieb gewonnenen Platz ver⸗ laſſen ſollen; trifft uns ja doch ſchon die Bedeutung des Worts bei ſelbſt gleichgültigen Stellen, bei einem Ort vielleicht, aus dem wir uns fortgeſehnt haben mit aller Kraft unſerer Seele. Wir drängten und trieben, bis wir das Ziel erreicht, bis wir das Haus, den Platz zuletzt verlaſſen konnten, wo uns der Bo⸗ den vielleicht ſchon Monate lang unter den Füßen gebrannt, und wenn wir fort dürfen, wenn die Welt frei und offen vor uns liegt, und die Schran⸗ ken fielen, die uns bis dahin hielten, dann faßt uns ein eigenes, unerklärbares, unbegreifliches Gefühl

voon Weh und Reue faſt die Bruſt wir ſtehn und zoͤgern, wenden uns zum Gehn, und der Fuß iſt ſchwer geworden, der uns in Gedanken ſchon oft im Fluge weiter trug. Und frägſt Du Dich warum? zum letzten Male bewohn ich dieſen Platz, ſagſt Du Dir leiſe zum letzten Mal betret ich ihn viel⸗ leicht dazwiſchen liegt die Ewigkeit, und der Ge⸗ danke an jenes unbeſtimmte Sein, dem wir mit die⸗ ſem neuen Schritt ſchon wieder ſo viel mehr entgegen gehn, klopft und regt ſich Dir in der Tiefe des Her⸗ zens, und mahnt und warnt, und Dein Zögern iſt nicht mehr die Anhänglichkeit an den vielleicht ver⸗