er Dich geſtern in ihren Reihen, die Fröhlichſte unter den Fröhlichen noch hätte ſehen können?“
Sadie ſchüttelte traurig mit dem Kopf und ſeufzte tief auf.
„Wenn er Zeuge geweſen wäre, wie Du ihre Tänze tanzteſt und in ihren Armen den Abend ver⸗ brachteſt, der in Gebet um Deinen Gatten, um Dein Kind hätte verfließen ſollen. Prudentia— kannſt Du noch beten?“
„Aus voller inniger Seele zu meinem Gott!“ rief aber das arme Weib jetzt, dem bei den Worten eine Laſt von der Seele wälzte—„der Schein mag wider mich ſein, und der Ausſpruch der Menſchen; aber Gott der mein Herz ſieht und kennt, weiß mit wie wehmüthigem Gefühl ich dem Befehl, dem Wunſch meines Gatten gehorchte, Theil zu nehmen an den Luſtbarkeiten der Fremden. Mir war nicht freudig dabei zu Muthe und nicht froh; ich paſſe nicht zwiſchen ſie mit ihren fremden Sitten und Ge⸗ bräuchen— mit ihren fremden Gedanken von recht und gut— mir iſt nur wohl in meiner Heimath, bei meinem Kind und hätt' ich mein freundliches Atiu nicht verlaſſen dürfen, wie froh, wie glücklich, wie Gott dankbar hätte ich leben wollen.“
„Ich komme jetzt von Atiu“ ſagte Mr. Rowe leiſe. 4


