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die bittend, flehend zu Dir ſpricht, durch meinen Mund. Noch iſt die elfte Stunde nicht vorüber— noch lacht Dir das Licht der Verheißung und es iſt mehr Freude im Himmel über einen Sünder, der reuig zurückkehrt in die Arme des Allliebenden, als über tauſend Gerechte die da eingehn zur himmliſchen Herrlichkeit.“
„Was kann ich thun?“ klagte die arme Frau und faltete verzweifelnd die Hände auf dem Schooße „mein Gatte, mein Kind fordern mein Leben— ihnen gehört es, ihnen muß ich bleiben und ſagt nicht ſelbſt Gott in ſeinem Wort: Du ſollſt Vater und Mutter verlaſſen, und dem Manne folgen?“
„Dem Manne, aber nicht dem Feind“ rief der Miſſionair zum erſten Mal wieder den alten unver⸗ ſöhnlichen Haß im Blick—„nicht dem Feind, Pru⸗ dentia, der Dich mit ſüßen Liedern und rauſchenden Klängen lockt. Du ſollſt dem Mann, der nun doch einmal Dein Mann geworden, in allem Guten folgen, aber nicht in Sünde und Finſterniß— und das nicht allein, Du ſollſt, Du mußt all Deine
Kraft, all Deine Macht über ihn anwenden, ihn ſelber zurückzuhalteu von dem, was ihm Verderben
droht.“ „Was würde Vater Osborne ſagen“ fuhr er wieder mit weicherer leiſerer Stimme fort,„wenn


