Teil eines Werkes 
3. Bd. (1854)
Entstehung
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gefühlt einen entſetzlichen und doch ihr unbewußt ſo falſchen Ausdruck.

Ach, ehrwürdiger Herr flüſterte ſte leiſe nicht aus eigenem Antrieb Gott weiß es be⸗ trat ich jenen Ort, und nicht wohl hab' ich mich darin gefühlt, zwiſchen den fremden Menſchen.

Aber Du haſt mit ihnen getanzt! ſagte traurig der Miſſionair und ſein Auge haftete in ernſter Wehmuth auf den bleichen Zügen der armen jungen Frauihrer wilden zügelloſen Luſt mit der ſie ſich im Kreiſe ſchwingen, fremde Frauen in den Armen fremder Männer, haſt Du beigewohnt, haſt Theil daran genommen und wenn Du da glaubſt, und Dir vorſprichſt vielleicht, Dich vor Dir ſelber zu entſchul⸗ digen, Dein Herz ſei noch frei von böſer Abſicht, böſen Wünſchen glaube es nicht! Der Feind hat die Hand nach Dir ausgeſtreckt, die Du ihm, ſtatt ihn mit frommem inbrünſtigem Gebet und fleißigem Leſen in der heiligen Schrift, abzuwehren, willig ja Prudentia willig geboten haſt. Der erſte Schritt dazu war, als Du einem Manne folgteſt, der dem wahren Glauben abhold, nie in das ſtille Heiligthum Deines Herzens hätte eindringen dürfen, eindringen können, wäre nicht grobe Sinnlichkeit und fleiſchliche Luſt ſtärker in Dir geweſen als die Liebe zu Gott.