Teil eines Werkes 
3. Bd. (1854)
Entstehung
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und zwar durch Bertrand abgeholt, verlaſſen, in einer Stimmung verlaſſen, die ihr das Herz mit Sorge füllte ſie wußte ſelber nicht warum, und jetzt ſchnürte ihr eine Angſt, der ſie nicht Worte zu geben wußte, die Bruſt zuſammen und die Thränen, die ihren Wimpern entfielen linderten den Schmerz nicht, der ſie erzeugt, ſondern brannten nur weiter in zün⸗ dender, quälender Lohe.

So ſaß ſie da, lange, lange Minuten, in ihrem Gram, die brennenden Augen in der Hand geborgen und die klaren Tropfen preßten ſich gewaltſam Bahn, zwiſchen den zarten, zitternden Fingern durch, hinaus ins Freie. Aber immer ängſtlicher wurde ihr dabei ums Herz, ein merkwürdig ſtechendes Gefühl zog ihr durch Scheitel und Hirn ſie athmete ſchwer und wie von einer heranpraſſenden Gefahr bedroht, die ſie umgab und wenn auch unſichtbar bedrohte, ſchaute ſie endlich verſtört und bleich empor und ſprang mit einem jähen Schrei auch auf von ihrem Sitz, denn vor ihr ſtand, mit auf der Bruſt gekreuzten Armen, den ernſten aber jetzt nicht ſtrengen Blick feſt und forſchend auf ſie geheftet, der Mann, der einſt mit kalter ſtarrer Hand hineingreifen wollte in ihre Liebe, in ihr Leben, und dem ſie ſich ſeit jenem Tag nicht mehr gegenüber geſehen der Miſ⸗ ſionair Rowe.

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