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„Und billigt Hitoti ebenfalls dieſen Grund?“ frug noch einmal der Sprecher.
„Ich habe nicht nöthig Andere vorzuſchieben,“ brummte der Häuptling—„weil ich es für das Beſte des Landes hielt that ich's, und weil mir das Volk mehr am Herzen liegt als die Kirche— es mag ein
Fehler ſein, aber's iſt wahr.“
„Da erhob ſich Pomare ſelber, ihr Antlitz von leiſem Roth überhaucht, der den lieben Zügen einen noch viel höheren Reiz verlieh, und mit der Rechten ſich auf den Stuhl ſtützend auf dem ſie geſeſſen, ſagte ſie leiſe, und doch mit den weichen Tönen bis zu den entfernteſten dringend, die in laut⸗ und athemloſer Spannung ihren Worten horchten.
„Und wünſcht Ihr, Häuptlinge meines Landes, die Hülfe, den Schutz der Feranis?“
„Nein, nein, beim ewigen Gott! nein!“ riefen die Häuptlinge, Tati und Hitoti an der Spitze, durch⸗ einander.
„Was brauchen wir den Fremden?“ fuhr Tati fort, den weiten Mantel von ſeinem Arm zurückſchleudernd, „unſere Bäume ſind fruchtreich, unſere Quellen ſüß, und kamen wir zu ihm zuerſt, Nahrung zu holen auf der Reiſe, oder er zu uns? Trenne Tatis Hand vom
Rumpf wenn ſie ſich je ausſtrecken ſollte einen Frem⸗ Gerſtäcker's Tahiti. I. 21


