Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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„Ein Buſchrähndſcher,“ ſagte der Unglückliche, bitter vor ſich hinlächelnd—„wie es die Be⸗ hörden hier wenigſtens nennen— ein Flüchtling, auf deſſen Kopf ein Preis geſetzt iſt, und wenn ich mich Ihnen entdecke, treibt mich dazu ein Et⸗ was, dem ich keine Worte geben kann.— Es ſind nun faſt neun⸗ Jahre verfloſſen,“ fuhr er nach kurzer Pauſe mit ruhigerer Stimme fort,„daß in Edinburgh eine Deutſche Familie Hohburg wohnte, in deren Haus ich meine zweite Heimath, in de⸗ ren engerem Kreiſe mein Herz das Ziel ſeiner Wünſche gefunden hatte. Ich darf vorausſetzen, daß Ihnen jene Verhältniſſe bekannt ſind, wenn ich ſelber auch nur ein einziges Mal, kurz vor jenem unglücklichen Abend mit Ihnen, die Sie erſt kürzlich aus Deutſchland herübergekommen wa⸗ ren, dort zuſammentraf. Ich liebte Marien und wußte meine Neigung erwiedert. Eduard Hoh⸗ burg, obgleich unſere Charaktere ſich nicht im Min⸗ deſten ähnelten, wurde mein Freund. Eduard war ſeelensgut, aber von ruhigem— wohl auch ſchwan⸗ kendem Charakter; Manches ergriff er in dem ihm fremden Lande und gab es wieder auf; weil er ſich nicht mit den Sitten und Gewohnheiten ſei⸗ ner Bewohner befreunden konnte. Ich ſuchte ihn in die richtige Bahn zu lenken und da er fühlte, wie gut ich es mit ihm meinte, wenn ich ihn vor