Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Bruſt hat, die ſeinen Kummer theilt, kein Wort des Troſtes von freundlichen Lippen erwarten kann, um ihn aufzurichten— ihn zu halten.“

„Weiß ich das nicht?“ ſtöhnte die Frau mit leiſer, kaum hörbarer Stimme.

Mac. Donald ſah überraſcht zu ihr auf.

„So wäre es wahr,“ ſagte er mit langſamer, mitleidiger Stimme,„was mir Liſchke von Ihrem Mann erzählte— und Ihre ganze Umgebung hier— die Arbeit, zu der Sie gezwungen ſind—“

„Fahren Sie fort,“ bat aber die Frau, indem ſie raſch und abwehrend die Hand gegen ihn aus⸗ ſtreckte;—„die Worte, die Sie vielleicht von mir gehört, enthalten keine Klage.“

Es lag ein ſo tiefer Schmerz, aber auch ein ſo ſtrenges Zurückweiſen in dem Ausdrucke, mit dem ſie die wenigen Sylben ſprach, daß Mac Do⸗ nald beſtürzt ſchwieg, denn er fühlte, daß er ſie verletzt hatte, fühlte aber auch, daß eine Entſchul⸗ digung die berührte Wunde nur noch tiefer auf⸗

reißen müſſe, und fuhr nach kurzem Zögern fort: „Mein Name muß für jetzt noch zwiſchen uns Beiden ein Geheimniß bleiben; denn von den Eng⸗ liſchen Geſetzen verurtheilt, bin ich als Sträf⸗ ling nach Auſtralien deportirt worden und— entflohen.

„Sie ſind“—